Die arabische Sprache gehört zu den südwestsemitischen Sprachen und zur afroasiatischen Sprachfamilie. Sie wird weltweit von rund 250 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen und von ungefähr weiteren 50 Millionen als Zweitsprache. Sie zählt somit zu den großen Weltsprachen.

Als klassisches Arabisch gilt die Sprache des Korans – sie verbreitete sich von der Arabischen Halbinsel bis nach Zentralasien, Nordafrika und Spanien und dient in allen islamischen Ländern als religiöse und gelehrte Schriftsprache. Als gültige Umgangssprachen für alle gesellschaftlichen Bereiche und Schichten werden – neben zahlreichen Untergruppen – fünf große Dialektgruppen unterschieden: Halbinsel-Arabisch, Irakisch, Syrisch-Palästinensisch, Ägyptisch-Sudanesisch und Maghrebinisch. Das moderne Hoch- oder Schriftarabisch hat sich aus dem Mittelarabischen entwickelt und wird länderübergreifend von arabischsprachigen Massenmedien wie Presse, Fernsehen, Rundfunk und Film genutzt. Arabisch enthält zahlreiche, überwiegend wissenschaftliche, medizinische und technische Lehnwörter aus dem Französischen und Englischen, die vor allem im 20. Jahrhundert vermehrt in die Sprache Eingang fanden.

Das gesprochene Arabisch ist von gutturalen Lauten geprägt und hat einen ausgesprochen konsonantischen Charakter; die Grammatik ist vielschichtig und erlaubt einen reichen sprachlichen Ausdruck. Das arabische Alphabet besteht aus 28 Konsonanten, die aus 18 Schriftzeichen kombiniert werden. Vokale werden durch Sonderzeichen über oder unter den Konsonanten unterschieden (diakritische Zeichen). Die arabische Schrift hat sich aus dem Aramäischen entwickelt und wird von rechts nach links geschrieben.

Die aramäische Sprache ist eine nordwestsemitische Sprache, die zur afroasiatischen Sprachfamilie gehört. Sie ist eng mit dem Hebräischen und Arabischen verwandt, entlehnte zahlreiche Wörter aus dem Persischen und Griechischen und gilt als die vokalärmste semitische Sprache. Aramäisch ist in erster Linie eine historische Sprache, die ihre Bedeutung hauptsächlich aus ihrer Geschichte bezieht. Das sogenannte Neu-Aramäisch wird heute nur noch – überwiegend von Christen – in Syrien und vereinzelt im Iran, Irak, Libanon und in der Türkei gesprochen. Die Zahl der Sprecher wird auf ungefähr 300.000 geschätzt.

Das Aramäische ist bis ins zweite Jahrtausend v. Chr. bezeugt und nach dem Chinesischen und Griechischen die älteste noch gesprochene Sprache der Welt. Ab 1000 v. Chr. verdrängte es die Sprachen Babyloniens, Assyriens, Syriens und Palästinas, verbreitete sich über den gesamten Orient und entwickelte sich zur Verkehrssprache des Nahen Ostens. Im persischen Reich war es Verwaltungs- und Kanzleisprache, in Palästina verdrängte es das Hebräische als gesprochene Sprache der Juden. Die aramäische Schrift, die sich aus der phönikischen Konsonantenschrift ableitete, wurde von Kleinasien bis nach Indien verwendet – Teile der christlichen Bibel und der rabbinischen Literatur wurden auf Aramäisch geschrieben. Mit der Ausbreitung des Arabischen wurde im 7. Jahrhundert n. Chr. die aramäische Umgangssprache zurückgedrängt. Sie erhielt sich in verschiedenen Dialekten als Sprache christlicher Gemeinden in abgelegenen Regionen.

Aramäische Sprache, Schrift und Kultur sind Forschungsgegenstand nicht nur der orientalischen Linguistik, sondern auch unterschiedlicher Disziplinen der Geschichts- und Kulturwissenschaften.

Die armenische Sprache gilt als eigenständiger Zweig der indogermanischen Sprachgruppen. Sie wird heute von rund sieben Millionen Menschen gesprochen, davon leben rund drei Millionen in Armenien.

Geschichtlich hat sich die armenische Sprache aus dem Altarmenischen, genannt „Grabar“, entwickelt. Es wurde vom 5.-11. Jahrhundert als Schriftsprache – zuerst für die Bibelübersetzung – und bis ins 19. Jahrhundert als Gelehrtensprache verwendet. Die gesprochene Sprache entwickelte sich bis zum 17. Jahrhundert zum Mittelarmenischen und dann zum Neuarmenischen weiter . Im 19. Jahrhundert entstanden aus unterschiedlichen Dialekten zwei Schriftsprachen: Das Neuostarmenische, „Aschcharabar“ genannt, verbreitete sich hauptsächlich in Armenien, Aserbaidschan und Georgien, im Iran und in Indien; das Neuwestarmenische überwiegend in der Türkei, im Mittleren Osten, in Europa und in den USA.

Das Armenische hat im Lautsystem kaum noch etwas mit den indogermanischen Sprachen gemeinsam. Erhalten blieb das reiche Kasussystem mit sieben Fällen. Es kennt keine Genera, die vereinfachten Verbformen werden mit Hilfsverben gebildet. Die Wortstellung im Satz folgt der Regel „Subjekt – Prädikat – Objekt“. Der Wortschatz enthält zahlreiche iranische, syrische, griechische, arabische, französische und türkische Lehnwörter. Gesprochen wird das Armenische mit vielen Verschluss- und Reibelauten; es gibt 26 Konsonanten, die unterschiedlich kombiniert werden. Armenisch wird in einem eigenen Alphabet mit 39 Buchstaben geschrieben, das von einem Mönch bereits im 5. Jahrhundert geschaffen wurde.

Die aserbaidschanische Sprache, das „Aseri“, ist Amtssprache in Aserbaidschan. Gesprochen wird es dort von rund sieben Millionen Menschen, in der Türkei, im Iran und Irak von weiteren 24 Millionen. Auch in Georgien, Russland und der Ukraine sowie in Armenien, Kasachstan und Syrien gibt es aserbaidschanische Sprecher. Die Schätzungen darüber, von wie vielen Menschen insgesamt Aserbaidschanisch gesprochen wird, schwanken sehr – es werden zum Teil 40 Millionen angegeben.

Aserbaidschanisch ist eine der südwestlichen Turksprachen. Ihr Sprachbau ähnelt dem Türkeitürkischen, vom Wortschatz her ist sie stark vom Persischen und Russischen beeinflusst. Unterschieden wird zwischen dem Nordaserbaidschanischen, das überwiegend im Kaukasus und in der östlichen Türkei, und dem Südaserbaidschanischen, das vorwiegend im Iran gesprochen wird. Das Nordaserbaidschanische bildet die Grundlage für die heutige Amtsprache Aserbaidschans. Daneben gibt es zahlreiche Dialekte.

Als Literatursprache entwickelte sich das Aserbaidschanische bereits im 11. Jahrhundert – die aserbaidschanische Literatur zählt zu den bedeutendsten der Turkvölker. 1923 wurde in Aserbaidschan die lateinische, 1940 die kyrillische Schrift eingeführt. Ab 1992 wurde wieder vermehrt die lateinische Schrift – mit dem türkischen Alphabet – verwendet und 2001 offiziell eingeführt. Im Iran und Irak wird das Aserbaidschanische nach wie vor in arabischer Schrift, wie vor 1923 auch in Aserbaidschan, geschrieben.

Die hebräische Sprache ist eine Sprache des nordwestsemitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachfamilie. In ägyptischen und babylonischen Texten sind dem Hebräischen ähnliche Wörter bis in das 15. Jahrhundert v. Chr. bezeugt.

Seit etwa 1250 v. Chr. ist das Althebräische oder Bibelhebräische die Sprache des Alten Testaments und des religiösen jüdischen Kultes; als gesprochene Sprache wurde es ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. vom Aramäischen verdrängt und nach 200 n. Chr. nicht mehr gesprochen. Das Mittelhebräische oder Mischnahebräische, das um Christi Geburt herum entstand, wurde zur Sprache der jüdischen Literatur; es bildete einen neuen Wortschatz mit zahlreichen lateinischen und griechischen Lehnwörtern und eine vereinfachte Grammatik aus. Mit der zionistischen Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hebräische als gesprochene Sprache wiederbelebt – aus der Verschmelzung des Bibelhebräischen mit dem Mischnahebräischen entstand das Neuhebräische, „Iwrit“ genannt.

Neuhebräisch ist seit 1948 neben Arabisch die Amtssprache Israels und wird dort als Nationalsprache von rund fünf Millionen Menschen gesprochen. Es enthält viele neu geprägte, moderne Begriffe und zahlreiche Lehnwörter aus den europäischen Sprachen. Die hebräische Schrift ist eine Konsonantenschrift, die durch Punktierung vokalisiert wird. Das hebräische Alphabet hat 22 Buchstaben. Das Neuhebräische kennt zwei Genera, einen bestimmten Artikel und drei Zeitformen. Es gibt eine sephardische, aschkenasische und jemenitische Aussprache des Hebräischen – für den offiziellen Gebrauch wurde die sephardische übernommen, die die letzte Silbe betont.

Die persische Sprache zählt zum indoiranischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Es wird im Iran („Farsi“), in Afghanistan („Dari“) und in Tadschikistan gesprochen, in diesen Ländern ist es auch Amtssprache. Die Schätzungen über die Zahl der Sprecher gehen weit auseinander: Von 37 bis 40 Millionen im Iran und fünf bis 15 Millionen in Afghanistan und Tadschikistan – weltweit werden bis zu 70 Millionen Muttersprachler genannt.

Das Persische hat sich aus dem Altpersischen (bis zum 2. Jahrhundert v. Chr.), das dem Sanskrit nahesteht, über das Mittelpersische, das ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. vom Arabischen zurückgedrängt wurde, zum Neupersischen (seit dem 9. Jahrhundert n. Chr.) entwickelt. Die Entwicklung zum Neupersischen wurde von einer starken grammatikalischen Vereinfachung begleitet. Im Gegensatz zum Altpersischen, das als flektierende Sprache – Wortbeziehungen im Satz werden durch Beugung der Wörter ausgedrückt – über eine vielschichtige grammatikalische Struktur verfügte, gibt es im modernen Persisch keine Genus- und Kasusendungen mehr und nur noch wenige Verbalformen, dafür vielfältige Möglichkeiten des Satzbaus. Der Wortschatz enthält zahlreiche arabische Entlehnungen.

Persisch wird mit dem arabischen Alphabet geschrieben, das um vier Schriftzeichen erweitert ist. Die persische Literatur entfaltete sich ab dem 10. Jahrhundert zu reicher Blüte vor allem in der Lyrik, in der Prosa und – im 20. Jahrhundert – auch im Drama. Als übergreifende Kultursprache hat es die türkische Sprache und das pakistanische „Urdu“ stark beeinflusst.

Das Chinesische ist die Sprache mit den meisten Muttersprachlern auf der Welt. Insgesamt sprechen etwa 1,2 Milliarden Menschen weltweit Chinesisch. Gleichzeitig ist China eine der bedeutendsten Wirtschaftsmächte unserer Zeit und ein wichtiger Absatzmarkt für die deutsche Wirtschaft. Deshalb ist auch der Bedarf an professionellen Chinesisch-Übersetzungen groß. Allerdings stellen die chinesische Sprache und Kultur deutsche Unternehmen vor massive Herausforderungen. Ohne einen professionellen Übersetzungsservice kommt es schnell zu Verständigungsproblemen, die erhebliche negative Auswirkungen haben können – im schlimmsten Fall das Scheitern von Geschäftsbeziehungen. Mit A.C.T., Ihrem Übersetzungsbüro für Fachübersetzungen beugen Sie diesem Szenario vor. Als moderner Online-Übersetzer bieten wir Ihnen erfahrene Muttersprachler für jeden Bedarf, auch kurzfristig.

Auf dem indischen Subkontinent existieren schätzungsweise mehr als 1.500 Einzelsprachen. Darunter fallen 15 regionale Hauptsprachen mit jeweils über 20 Millionen Sprechern. Im Vielvölkerstaat Indien ist neben Englisch Hindi die offizielle Amtssprache – in der indischen Verfassung werden außerdem weitere 21 Sprachen anerkannt, die regional als Amtssprache dienen können. Die Amtssprache in Pakistan ist – neben Englisch – Urdu, in Bangladesch Bengali, Singhalesisch auf Sri Lanka.

Die indischen Sprachen lassen sich vier Sprachfamilien zurechnen: Am weitesten verbreitet sind indoarische Sprachen, die zum indoiranischen Zweig der indogermanischen Sprachgruppen gehören. Die Zahl ihrer Sprecher wird auf über 400 Millionen geschätzt. Die zweitgrößte Sprachengruppe sind dravidische Sprachen, die von ungefähr 150 Millionen Menschen gesprochen werden; sie bilden eine eigene Sprachfamilie mit rund 25 Sprachen. Eine Vielzahl von Mundarten kann der austroasiatischen Sprachfamilie (Munda- und Mon-Khmer-Sprachen, rund sechs Millionen Sprecher) und der sinotibetischen Sprachfamilie (tibetobirmanische Sprachen, wenige hunderttausend Sprecher) zugeordnet werden.

Die indoarischen Sprachen haben eine lange literarische Tradition; besonders bedeutend ist auf diesem Gebiet das altindische Sanskrit und das nur noch schriftlich überlieferte Vedisch als älteste indoarische Sprache (rund 1500 v. Chr.). Die zahlreichen unterschiedlichen indischen Schriften entwickelten sich alle aus der Brahmi-Schrift; es sind durchweg „Abugidas“ – eine Mischform zwischen Silbenschrift und Buchstabenschrift -, die von links nach rechts geschrieben werden.

Die indonesische Sprache, „Bahasa Indonesia“, ist die Amtssprache des Inselstaats Indonesien und wird dort von rund 162 Millionen Menschen gesprochen. Sie ist eine Form der malaiischen Sprache, „Bahasa Melayu“, die Amtssprache in Malaysia, Singapur und Brunei ist und auf der Malaiischen Halbinsel von rund 12 Millionen Menschen gesprochen wird. Beide Sprachen unterscheiden sich kaum voneinander, auch wenn sie heute als Einzelsprachen gelten. Sie weisen sowohl arabische, indische (Sanskrit) und europäische, hier insbesondere niederländische Einflüsse auf. Das Indonesische und Malaiische sind leicht erlernbare Sprachen, die sich stark von anderen asiatischen Sprachen unterscheiden. Es sind keine Tonsprachen, die Aussprache ist einfach geregelt, geschrieben wird in lateinischer Buchstabenschrift. In der Grammatik gibt es weder Fälle noch komplizierte Zeitformen. Substantive, Personalpronomen und Verben werden nicht gebeugt.

Allein in Indonesien leben über 300 verschiedene Völker überwiegend malaiischer, aber auch melanesischer und polynesischer Herkunft; es gibt auch eine chinesische Minderheit, die überwiegend auf Java lebt. Entsprechend vielfältig sind die auf dem Malaiischen Archipel gesprochenen Sprachen, die zum Teil große Unterschiede aufweisen.

Die Bezeichnung „Indonesische Sprachen“ wird heute nicht mehr verwendet. Die gemeinten Sprachen werden mittlerweile – außer den Mundarten Ostindonesiens und Taiwans – als westmalaiopolynesische Sprachen bezeichnet, zu denen das Malagasy, die Bahasa Indonesia, die malaiische und javanische Sprache, Sundanesisch, Maduresisch, Balinesisch, Cham und Tagalog gehören, außerdem das Palau auf den Palauinseln und Chamorro auf den Marianen. Die malaiopolynesichen Sprachen wiederum gehören zur austronesischen Sprachfamilie, die von Madagaskar über den Malaiischen Archipel und Neuguinea bis zur Osterinsel und von Formosa (Taiwan) bis Neuseeland reicht und weit über 700 Sprachen umfasst.

Die japanische Sprache ist die Amtssprache Japans, dort wird sie von rund 121 Millionen Menschen gesprochen. Auch in den USA, in Brasilien und auf den Palauinseln leben japanischsprachige Menschen; insgesamt wird die Zahl der Sprecher auf 127 Millionen geschätzt.

Die linguistische Einordnung der japanischen Sprache ist umstritten: Da sie grammatikalisch dem Koreanischen ähnelt, könnte sie eine altaische Sprache sein – auf der anderen Seite ist sie lautlich eher den austronesischen und austroasiatischen Sprachen zuzuordnen. Mit der Sprache der Ryukyu-Inseln ist sie so eng verwandt, dass diese von der Forschung zum Teil als japanischer Dialekt angesehen wird. Doch die Sprache der Ryukyu-Inseln ist ebensowenig einzuordnen wie das Japanische, beide werden als „japonische Sprachen“ bezeichnet.

Japanisch ist eine agglutinierende Sprache – das heißt, dass Wortbeziehungen über angehängte Silben (Suffixe) ausgedrückt werden. Eine grammatikalische Besonderheit ist ein „Soziativ“, der Geschlechts-, Rang- und Standesunterschiede anzeigt – parallel dazu gibt es zahlreiche Wörter der Ehrerbietung und Höflichkeit. Silben werden in der Regel offen gesprochen und durch unterschiedliche Tonhöhen betont, Japanisch ist jedoch keine „Tonsprache“. Es kennt fünf Vokale und 19 Konsonanten. Der Wortschatz enthält zahlreiche chinesische und seit 1945 vermehrt englische und europäische Lehnwörter. Die japanische Schrift hat sich aus den chinesischen Schriftzeichen zu einer eigenen Silbenschrift mit rund 2.000 Zeichen entwickelt und wird in senkrechten Zeilen von rechts nach links geschrieben. Verwendet wird zum Teil auch eine lateinische, rechtsläufige Buchstabenschrift mit waagrechten Zeilen.

  • Kostenloser Rückruf

    Nach Absenden Ihrer Rückruf-Anfrage setzt sich unser Projektmanagement-Team umgehen mit Ihnen in Verbindung.
    Alternativ erreichen Sie unsere Telefonzentrale unter +41 43 5507359 – Wir freuen uns auf Sie!

  • * Pflichtfelder
  • Kontakt