Die aserbaidschanische Sprache, das „Aseri“, ist Amtssprache in Aserbaidschan. Gesprochen wird es dort von rund sieben Millionen Menschen, in der Türkei, im Iran und Irak von weiteren 24 Millionen. Auch in Georgien, Russland und der Ukraine sowie in Armenien, Kasachstan und Syrien gibt es aserbaidschanische Sprecher. Die Schätzungen darüber, von wie vielen Menschen insgesamt Aserbaidschanisch gesprochen wird, schwanken sehr – es werden zum Teil 40 Millionen angegeben.

Aserbaidschanisch ist eine der südwestlichen Turksprachen. Ihr Sprachbau ähnelt dem Türkeitürkischen, vom Wortschatz her ist sie stark vom Persischen und Russischen beeinflusst. Unterschieden wird zwischen dem Nordaserbaidschanischen, das überwiegend im Kaukasus und in der östlichen Türkei, und dem Südaserbaidschanischen, das vorwiegend im Iran gesprochen wird. Das Nordaserbaidschanische bildet die Grundlage für die heutige Amtsprache Aserbaidschans. Daneben gibt es zahlreiche Dialekte.

Als Literatursprache entwickelte sich das Aserbaidschanische bereits im 11. Jahrhundert – die aserbaidschanische Literatur zählt zu den bedeutendsten der Turkvölker. 1923 wurde in Aserbaidschan die lateinische, 1940 die kyrillische Schrift eingeführt. Ab 1992 wurde wieder vermehrt die lateinische Schrift – mit dem türkischen Alphabet – verwendet und 2001 offiziell eingeführt. Im Iran und Irak wird das Aserbaidschanische nach wie vor in arabischer Schrift, wie vor 1923 auch in Aserbaidschan, geschrieben.

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