Die finnische Sprache – in der Eigenbezeichnung „Suomi“ – wird von rund sechs Millionen Menschen außer in Finnland auch in Schweden, Norwegen, Russland und Estland gesprochen. In Finnland beträgt die Zahl der Muttersprachler 4,7 Millionen, hier ist es Amtssprache. Finnisch gehört zur ostseefinnischen Gruppe der finnougrischen Sprachen.

Finnisch wird so geschrieben wie gesprochen, lange Vokale und Konsonanten werden gedoppelt; selbst Lehnwörter werden an die finnische Schreibweise angepasst. Das Alphabet ist das gleiche wie in Schweden – mit lateinischen Buchstaben und drei Sonderzeichen für Vokale am Ende angehängt. Wörter werden auf der ersten Silbe betont, es gibt keinen Gegensatz zwischen stimmhaften und stimmlosen Lauten. Mit 14 konsonantischen Lauten ist es ausgesprochen konsonantenarm. Das Finnische ist eine sogenannte agglutinierende Sprache – das heißt, Wortbeziehungen werden durch angehängte Silben (Suffixe) verdeutlicht. Es gibt keinen Genus und keine Artikel, dafür 15 Fälle und ein vielschichtiges Verbalsystem.

An Dialekten gibt es eine westliche und östliche Hauptgruppe – die westlichen Dialekte liegen der Schriftsprache zugrunde, die durch den finnischen Bischof Mikael Agricola im 16. Jahrhundert mit der Bibelübersetzung geschaffen wurde (altfinnische Zeit). In der frühneufinnischen Zeit bis ungefähr 1870 wurden vermehrt die östlichen Dialekte einbezogen. Durch die Bildung zahlreicher neuer Wörter und die Aufnahme von Dialektwörtern erfuhr die finnische Sprache eine stete Bereicherung. Sie löste das Schwedische als Sprache der gebildeten Schicht und schließlich der Verwaltung ab.

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