Die hebräische Sprache ist eine Sprache des nordwestsemitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachfamilie. In ägyptischen und babylonischen Texten sind dem Hebräischen ähnliche Wörter bis in das 15. Jahrhundert v. Chr. bezeugt.

Seit etwa 1250 v. Chr. ist das Althebräische oder Bibelhebräische die Sprache des Alten Testaments und des religiösen jüdischen Kultes; als gesprochene Sprache wurde es ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. vom Aramäischen verdrängt und nach 200 n. Chr. nicht mehr gesprochen. Das Mittelhebräische oder Mischnahebräische, das um Christi Geburt herum entstand, wurde zur Sprache der jüdischen Literatur; es bildete einen neuen Wortschatz mit zahlreichen lateinischen und griechischen Lehnwörtern und eine vereinfachte Grammatik aus. Mit der zionistischen Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hebräische als gesprochene Sprache wiederbelebt – aus der Verschmelzung des Bibelhebräischen mit dem Mischnahebräischen entstand das Neuhebräische, „Iwrit“ genannt.

Neuhebräisch ist seit 1948 neben Arabisch die Amtssprache Israels und wird dort als Nationalsprache von rund fünf Millionen Menschen gesprochen. Es enthält viele neu geprägte, moderne Begriffe und zahlreiche Lehnwörter aus den europäischen Sprachen. Die hebräische Schrift ist eine Konsonantenschrift, die durch Punktierung vokalisiert wird. Das hebräische Alphabet hat 22 Buchstaben. Das Neuhebräische kennt zwei Genera, einen bestimmten Artikel und drei Zeitformen. Es gibt eine sephardische, aschkenasische und jemenitische Aussprache des Hebräischen – für den offiziellen Gebrauch wurde die sephardische übernommen, die die letzte Silbe betont.

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