Auf dem indischen Subkontinent existieren schätzungsweise mehr als 1.500 Einzelsprachen. Darunter fallen 15 regionale Hauptsprachen mit jeweils über 20 Millionen Sprechern. Im Vielvölkerstaat Indien ist neben Englisch Hindi die offizielle Amtssprache – in der indischen Verfassung werden außerdem weitere 21 Sprachen anerkannt, die regional als Amtssprache dienen können. Die Amtssprache in Pakistan ist – neben Englisch – Urdu, in Bangladesch Bengali, Singhalesisch auf Sri Lanka.

Die indischen Sprachen lassen sich vier Sprachfamilien zurechnen: Am weitesten verbreitet sind indoarische Sprachen, die zum indoiranischen Zweig der indogermanischen Sprachgruppen gehören. Die Zahl ihrer Sprecher wird auf über 400 Millionen geschätzt. Die zweitgrößte Sprachengruppe sind dravidische Sprachen, die von ungefähr 150 Millionen Menschen gesprochen werden; sie bilden eine eigene Sprachfamilie mit rund 25 Sprachen. Eine Vielzahl von Mundarten kann der austroasiatischen Sprachfamilie (Munda- und Mon-Khmer-Sprachen, rund sechs Millionen Sprecher) und der sinotibetischen Sprachfamilie (tibetobirmanische Sprachen, wenige hunderttausend Sprecher) zugeordnet werden.

Die indoarischen Sprachen haben eine lange literarische Tradition; besonders bedeutend ist auf diesem Gebiet das altindische Sanskrit und das nur noch schriftlich überlieferte Vedisch als älteste indoarische Sprache (rund 1500 v. Chr.). Die zahlreichen unterschiedlichen indischen Schriften entwickelten sich alle aus der Brahmi-Schrift; es sind durchweg „Abugidas“ – eine Mischform zwischen Silbenschrift und Buchstabenschrift -, die von links nach rechts geschrieben werden.

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