Die japanische Sprache ist die Amtssprache Japans, dort wird sie von rund 121 Millionen Menschen gesprochen. Auch in den USA, in Brasilien und auf den Palauinseln leben japanischsprachige Menschen; insgesamt wird die Zahl der Sprecher auf 127 Millionen geschätzt.

Die linguistische Einordnung der japanischen Sprache ist umstritten: Da sie grammatikalisch dem Koreanischen ähnelt, könnte sie eine altaische Sprache sein – auf der anderen Seite ist sie lautlich eher den austronesischen und austroasiatischen Sprachen zuzuordnen. Mit der Sprache der Ryukyu-Inseln ist sie so eng verwandt, dass diese von der Forschung zum Teil als japanischer Dialekt angesehen wird. Doch die Sprache der Ryukyu-Inseln ist ebensowenig einzuordnen wie das Japanische, beide werden als „japonische Sprachen“ bezeichnet.

Japanisch ist eine agglutinierende Sprache – das heißt, dass Wortbeziehungen über angehängte Silben (Suffixe) ausgedrückt werden. Eine grammatikalische Besonderheit ist ein „Soziativ“, der Geschlechts-, Rang- und Standesunterschiede anzeigt – parallel dazu gibt es zahlreiche Wörter der Ehrerbietung und Höflichkeit. Silben werden in der Regel offen gesprochen und durch unterschiedliche Tonhöhen betont, Japanisch ist jedoch keine „Tonsprache“. Es kennt fünf Vokale und 19 Konsonanten. Der Wortschatz enthält zahlreiche chinesische und seit 1945 vermehrt englische und europäische Lehnwörter. Die japanische Schrift hat sich aus den chinesischen Schriftzeichen zu einer eigenen Silbenschrift mit rund 2.000 Zeichen entwickelt und wird in senkrechten Zeilen von rechts nach links geschrieben. Verwendet wird zum Teil auch eine lateinische, rechtsläufige Buchstabenschrift mit waagrechten Zeilen.

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