Die slowenische Sprache ist Amtssprache in Slowenien und wird dort von rund zwei Millionen Menschen gesprochen; außerdem von Minderheiten in Italien, Österreich und Ungarn. Sie gehört zur südslawischen Sprachgruppe der indogermanischen Sprachen.

Slowenisch ist seit dem 11. Jahrhundert bezeugt. Die Schriftsprache begann sich mit der Bibelübersetzung in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu entwickeln. Slowenisch verfügt über sechs Fälle, drei Genera, Singular und Plural sowie – als Besonderheit – einen lebhaft gebrauchten Dual. Die männlichen Formen der Beseeltheit, die in anderen slawischen Sprachen zum Teil recht ausgeprägt sind, finden sich nur noch im Singular. Die ansonsten freie Wortstellung folgt in Aussagesätzen zumeist der Regel „Subjekt – Prädikat – indirektes Objekt – direktes Objekt“. Das Lautsystem enthält acht Vokallaute und 22 konsonantische Laute; die Wortbetonung ist frei. Es finden sich zahlreiche deutsche, italienische, russische, tschechische, serbische und kroatische Entlehnungen im Wortschatz; seit dem 20. Jahrhundert werden auch internationale Fremdwörter in die Sprache aufgenommen.

Im Slowenischen gibt es rund 46 Dialekte, die in sieben Hauptgruppen unterteilt sind. Die Schriftsprache beruht überwiegend auf dem Unterkrainischen; sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts geregelt. Die Rechtschreibung entspricht weitgehend der Aussprache. Geschrieben wird mit lateinischen Buchstaben, die Aussprache wird mittels diakritischer Zeichen – Sonderzeichen über und unter den Buchstaben – wiedergegeben.

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