Die ungarische Sprache ist Amtssprache in Ungarn, hat auch in angrenzenden Ländern zum Teil amtlichen Status oder ist anerkannte Minderheitensprache. Die Zahl der Sprecher weltweit wird auf ungefähr 15 Millionen geschätzt. Sie gehört zum finnougrischen Zweig der uralischen Sprachen und ist somit die einzige mitteleuropäische Sprache, die nicht zur indogermanischen Sprachfamilie gehört.

Ungarisch ist eine agglutinierende Sprache, in der Wortbeziehungen im Satz durch angehängte Silben (Suffixe) ausgedrückt werden. Es zeichnet sich durch einen ausgesprochenen Kasusreichtum – es gibt um die 20 Fälle! – sowie Vokalharmonie (Vokale innerhalb eines Wortes gehören zu einer bestimmten Vokalgruppe) aus und verwendet zahlreiche Affixe: An den Wortstamm treten kleinste Worteinheiten (Morpheme). Wörter werden auf der ersten Silbe betont; Vokale und Konsonanten werden kurz und lang gesprochen, wobei ein Akzent die Länge angibt. Lehnwörter im Ungarischen kommen aus dem Lateinischen, Slawischen, Deutschen und Türkischen. Die wenigen ungarischen Dialekte unterscheiden sich kaum voneinander.

Das Ungarische ist seit dem 10. Jahrhundert schriftlich bezeugt. Im 16. Jahrhundert begann sich eine einheitliche Schriftsprache – nicht zuletzt durch die Bibelübersetzung – herauszubilden. Das moderne Ungarisch hat sich ungefähr um 1900 herum entwickelt. Geschrieben wird es in lateinischer Buchstabenschrift mit zusätzlichen Sonderzeichen für Vokale und konsonantischen Doppelt- und Dreifachzeichen, die als eigene Buchstaben gezählt werden.

  • Kostenloser Rückruf

    Nach Absenden Ihrer Rückruf-Anfrage setzt sich unser Projektmanagement-Team umgehen mit Ihnen in Verbindung.
    Alternativ erreichen Sie unsere Telefonzentrale unter +41 43 5507359 – Wir freuen uns auf Sie!

  • * Pflichtfelder
  • Kontakt